Pullorum Seuche
Die weiße Kükenruhr, auch bekannt als Pollorumseuche, ist eine ansteckende Erkrankung bei Hühnern, die durch das Bakterium Salmonella Gallinarum Pullorum verursacht wird. Sie tritt vor allem bei Jungtieren auf und führt zu Symptomen wie Atemnot, Durchfall und Entzündungen. Da die meisten Küken die Krankheit nicht überleben, kann es zu großen Verlusten kommen. Der Erreger kann über Bruteier und die Luft übertragen werden und kann sich auch durch gekaufte Tiere oder Bruteier einschleichen. Daher ist es wichtig, nur Hühner und Bruteier von Züchtern zu kaufen, die regelmäßig Testungen auf die weiße Kükenruhr durchführen lassen.
Symptome der Erkrankung können gelblich-weiße Ausscheidungen, Atemnot, Gelenksentzündungen und hängende Flügel sein. Die untrüglichen Zeichen der Pollorumseuche sind allgemeine Schwäche, stärkeres Wärmebedürfnis, Futterverweigerung, verklebte Federn um den After und weißer Kotabsatz. Überlebende Küken wachsen häufig nur zögerlich heran, sehen struppig aus, zeigen deformierte Knochen oder erblinden. Der Allgemeinzustand betroffener Küken ist schlecht und sie zeigen körperliche Schwäche.
Die Erkrankung kann auch bei erwachsenen Hühnern auftreten, jedoch zeigt sie sich hier meist nicht äußerlich, was dazu führt, dass sie möglicherweise unerkannt bleibt.
Sie können jedoch dennoch Überträger des Virus sein. Zur Identifizierung von Ausscheidern können Blutprobenentnahmen bei älteren Tieren durchgeführt werden. Bei verendeten Küken können Sektionen oder Organprobenentnahmen durchgeführt werden, um das Vorhandensein des Virus festzustellen.
Eine schnelle Diagnose und Isolation von infizierten Tieren ist wichtig, um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Eine wirksame Behandlung gibt es nicht, jedoch können Impfungen vorbeugend eingesetzt werden.
Die Erkrankung kann durch geeignete Hygienemaßnahmen zurückgedrängt werden. Eine regelmäßige und genaue Reinigung von Futter- und Wassertrögen sowie Stall und Freilauf ist unerlässlich, da der Erreger über mehrere Monate in Einstreu und Boden überleben kann. Im Vergleich zu anderen Erregern ist es jedoch gegen Desinfektionsmittel nicht sehr widerstandsfähig. Eine Desinfektion des Lebensraumes kann einem Ausbruch der Krankheit entgegenwirken. Wird die weiße Kükenruhr trotzdem eingeschleppt, bleiben meist nur drastische Maßnahmen wie die Ausmerzung betroffener Tiere. Eine medikamentöse Behandlung durch einen Tierarzt oder eine Tierärztin ist möglich, kann jedoch nur die Symptome lindern und die Sterblichkeit verringern. Es ist wichtig, die Erkrankung nicht zu unterschätzen und jeder Hühnerbesitzer*in kann durch gute Hygiene einen Beitrag leisten.
Fragen über Fragen? Eileen bringt’s auf den Punkt!
Was ist die weiße Kükenruhr?
- Die weiße Kükenruhr, auch Pollorumseuche, ist eine bakterielle Erkrankung bei Hühnern, die vor allem Jungtiere betrifft und durch Salmonella Gallinarum Pullorum verursacht wird.
Welche Symptome zeigt die weiße Kükenruhr?
- Symptome sind Atemnot, Durchfall, gelb-weiße Ausscheidungen, Gelenksentzündungen und schwache Küken mit verklebten Federn und weißem Kot.
Wie wird die weiße Kükenruhr übertragen?
- Der Erreger wird über Bruteier, die Luft und infizierte Tiere übertragen. Auch gekaufte Tiere oder Bruteier können die Krankheit einschleppen.
Wie kann man die weiße Kükenruhr verhindern?
- Durch gute Hygiene, regelmäßige Desinfektion von Stall und Auslauf sowie Impfungen und Tests auf den Erreger bei Züchtern.





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